Der Deutsche IQ-Preis - Mensa in Deutschland (MinD)

Der Deutsche IQ-Preis

Seit nunmehr 12 Jahren vergibt Mensa in Deutschland den Deutschen IQ-Preis. Zahlreiche Personen und Institutionen wurden in dieser Zeit für intelligente Ideen ausgezeichnet, die dem Wohl der Allgemeinheit oder der Förderung oder Erforschung der menschlichen Intelligenz dienen. 

IQ-Preis 2017: Die Gewinner stehen fest

Nachfolgend die Ergebnisse der Online-Wahl vom 27.03. – 09.04.2017. Jede/r Wahlberechtige/r konnte bis zu 4 Stimmen abgeben. 1647 Vereinsmitglieder haben sich an der Wahl beteiligt.

Kategorie 1

One Dollar Glasses

900

Kategorie 1

Correctiv

419

Kategorie 1

Digital Helpers e. V. –Digital schafft Wissen

371

Kategorie 1

Crypto Party

366

Kategorie 1

Skate Aid – die Afrika Projekte

169

Kategorie 1

Bürgerdialog

131

Kategorie 1

Sing Human Rights

113

                

Kategorie 2

ScienceLab

666

Kategorie 2

Fernuni Hagen

503

Kategorie 2

Physikanten & Co

477

Kategorie 2

Berufsparcours Talenthaus

340

Kategorie 2

Bücherpiraten Lübeck

207

Kategorie 2

Tanzmoto e. V.

204

Die neue Vergabeordnung des deutschen IQ-Preises mit seinen Anlagen finden Sie hier.

Preisverleihung 2010 an „Spektrum der Wissenschaft“
Preisverleihung 2010

Bisherige Preisträger

2015: Kategorie „Intelligenz zum Wohle der Allgemeinheit nutzen“

In dieser Kategorie fiel die Entscheidung der Mensa-Mitglieder auf foodsharing.de, weil dieser Verein durch seine kritischen und teils überraschenden Aktionen die breite Öffentlichkeit dazu anregt, die Nutzung von Lebensmitteln und deren Verschwendung zu hinterfragen. Seit vielen Jahren bewahren die Lebensmittelretter von foodsharing.de nicht verkäufliche, aber noch genießbare Lebensmittel vor der Mülltonne. Aus den Anfängen des „containerns“ wurde eine Organisation die selbst den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen tagtäglich vorlebt und fördert. Mensa würdigt durch sein Mitgliedervotum die Arbeit von foodsharing.de und wünscht für die Zukunft viel Erfolg bei der Schaffung eines ressourcenbewussten Gesellschaft.

2015: Kategorie „Intelligente Vermittlung von Wissen“

Hier entschieden sich die Mensaner mehrheitlich für Dr. Daniele Ganser, weil er durch seine kritischen und teils kontroversen Veröffentlichungen die breite Öffentlichkeit dazu anregt, die Welt um sich herum zu hinterfragen. Ganser, geboren 1972, ist ein Schweizer Historiker und Friedensforscher, zudem Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Basel. Mensa würdigte die Arbeit von Daniele Ganser als Publizist und kritischer Mahner.

2015: Kategorie „Hochbegabung in der Öffentlichkeit“

In dieser Kategorie wurde die Initiative „ArbeiterKind“ mit dem Deutschen IQ-Preis ausgezeichnet, weil diese – wie Mensa selbst – das Wohl der Allgemeinheit fördert und den Zugang zu Bildung und Studium für alle unterstützt.

ArbeiterKind ist eine gemeinnützige Initiative mit mittlerweile bundesweit mehr als 6.000 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren in 75 lokalen Gruppen, die Schülerinnen und Schüler aus Familien, in denen noch niemand oder kaum jemand studiert hat, zum Studium ermutigt und sie vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss unterstützt. In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. 

2014: Ministerialrat Walter Diehl

Walter Diehl engagiert sich seit mehr als 15 Jahren für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher im hessischen Schulwesen und kann damit nach Auffassung der Mensa-Sprecher als Vorbild dienen – als Vorbild für Pädagogen und Entscheidungsträger im Bildungsbetrieb, die nicht dem Vorurteil anhängen, Hochbegabten falle doch ohnehin alles in den Schoß, deshalb bräuchten sie keine Förderung. Walter Diehl gehört zu den Fachleuten, die für eine andere Sicht der Dinge stehen, die auch aus praktischer Anschauung wissen, dass Hochbegabte schnell zu Außenseitern im Schulalltag werden, weil sie Kommunikationsbarrieren zu Altersgenossen, oft auch zu Lehrern ohne Hilfe nicht überwinden können. Die Folgen reichen von verspielten Chancen auf die angestrebten Abschlüsse bis zu schweren Identitätskrisen.

Aus diesem Grund freuen wir uns, ihm in diesem Jahr den IQ-Preis in der Kategorie Bildung und Wissenschaft zu verleihen.

2013: auticon GmbH

Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen mit einem autistischen Sohn hat Dirk Müller-Remus auticon gegründet, das erste deutsche Unternehmen, in dem ausschließlich Autisten als IT- und Softwareberater arbeiten. Unter den ersten sechs Consultants, die 2012 eingestellt wurden, waren mindestens drei Hochbegabte. So hat Dirk Müller-Remus für (hochbegabte) Autisten einen neuen Arbeitsmarkt geschaffen. Damit hat er sowohl die Lebenszufriedenheit der Autisten erhöht als auch einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen generiert.

Zusätzlich zur Integration von Hochbegabten und Autisten in die Arbeitswelt hat Dirk Müller-Remus dazu beigetragen, das Bild von Autisten als Menschen mit vermeintlichen Schwächen durch eine positive Sicht zu ändern, die ihre Stärken und hohen Begabungen betont. So hat er auch wesentlich dazu beigetragen, die Wahrnehmung von Intelligenz in der Öffentlichkeit zu verbessern.

2012: Dr. Eckart von Hirschhausen sowie Florian Freistetter (ScienceBlogs) und Prof. Dr. med. Franz Porzsolt (Klinische Ökonomik)

Der Deutsche IQ-Preis in der Kategorie Kultur/Medien geht 2012 an Dr. Eckart von Hirsch-hausen. Seine Spezialität: medizinische Inhalte in humorvoller Art und Weise zu vermitteln, gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften. Eckart von Hirschhausen ist nicht nur Arzt, Komiker und Sachbuchautor (unter anderem „Glück kommt selten allein“ und „Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist?“), sondern moderiert auch in der ARD die Wissensshows „Frag doch mal die Maus“ und „Das fantastische Quiz des Menschen“. 

In der Kategorie Wissenschaft/Innovation werden in diesem Jahr Florian Freistetter (ScienceBlogs) und Prof. Dr. med. Franz Porzsolt (Klinische Ökonomik) ausgezeichnet. 

2011: Dr.-Ing. Siegfried Rotthäuser (Heatball) und Richard David Precht, Autor

Der Deutsche IQ-Preis in der Kategorie Wissenschaft/Innovation geht in diesem Jahr an Dr.-Ing. Sieg­fried Rotthäuser für seine politische Satire-Aktion „Heatball“. Mit dem Verkauf der vorgeblichen Heizelemente, die bis vor kurzem als Glühlampen im Handel frei erhältlich waren, umgingen Rotthäuser und seine Mitstreiter mit Intelligenz und Witz eine Verordnung, die nicht nur unter Wissenschaftlern umstritten ist, sondern auch von vielen Bürgern als bevormundend empfunden wird.

In der Kategorie Kultur/Medien wird der Autor Richard David Precht für sein Buch "Die Kunst, kein Egoist zu sein" ausgezeichnet. Precht verbindet in dem Werk auf intelligente Weise die im evolutionären Erbe des Menschen begründete Moral mit den Problemen der menschlichen Gesellschaften.

2010: „Spektrum der Wissenschaft“, Zeitschrift

„Spektrum der Wissenschaft“ ist die seit 1978 monatlich erscheinende deutschsprachige Ausgabe der amerikanischen populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Scientific American“. Sie erscheint in der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH in Heidelberg. Die Zeitschrift behandelt aktuelle Themen aus Wissenschaft und Forschung auf – auch für den interessierten Laien – verständlichem Niveau. Die Kerngebiete sind dabei Archäologie, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Medizin, Physik, Psychologie und Technik. Über die monatlichen Ausgaben hinaus erscheinen in unregelmäßigen Abständen Sonderhefte, die sich mit einem bestimmten Schwerpunkt befassen. Im Gegensatz zu anderen populärwissenschaftlichen Publikationen schreiben meist Forscher – oft genau diejenigen, die die entsprechenden Forschungen betreiben – selbst über das entsprechende Thema. Auch Nobelpreisträger waren bereits mehrfach Autoren.

2009: Prof. Harald Lesch, Physiker und Welt-Erklärer

Der Physiker Prof. Dr. Harald Lesch hat es über das gewöhnlich allzu flache Medium Fernsehen in den letzten Jahren immer wieder geschafft, wichtige naturwissenschaftliche Zusammenhänge auf eine lockere, völlig unaufgeregte Weise an die Zuschauer zu bringen. Mehr als beeindruckend ist sein fast schon spartanischer Präsentationsstil (der mit einer mit Kreide zu beschriftenden Wandtafel (!) und mit Gesten auskommt). Er steht damit in der Tradition eines Heinz Haber oder Hoimar von Ditfurth. Prof. Dr. Harald Lesch scheut sich nicht, in verschiedenen Sendungen (vom Bildungskanal BR Alpha bis SciFi-Kanal Premiere) auch auf Abwege zu gehen und z. B. über die physikalische Glaubwürdigkeit bei „Star Trek“ zu sprechen. Er kennt keine Berührungsängste, wenn er mit dem Philosophen Wilhelm Vossenkuhl in einem italienischen Restaurant diskutiert oder mit einem katholischen Theologen in einer Antikensammlung oder im Ruderboot bei einer Seepartie. Seit September 2008 ist er offizieller Nachfolger von Joachim Bublath als Moderator des Wissenschaftsmagazins „Abenteuer Forschung“.

2008: Dieter Nuhr, Comedian und Philosoph

Der Comedian und Philosoph und philosophische Comedian Dieter Nuhr befindet sich bereits seit einigen Jahren auf der Suche nach intelligentem Leben. Bis ans Ende der Erdscheibe ist Dieter Nuhr hierfür gereist, nach Birma, Rarotonga, ja sogar bis nach Österreich. Seine Entdeckungen und Erfahrungen hat er in streng wissenschaftlicher Form in seinem Buch „Gibt es intelligentes Leben?” publiziert und vielfach auf Bühnen und im Fernsehen vorgetragen.

Dieter Nuhr hat es damit geschafft, dass sich große Teile der Bevölkerung mit (eigener) Intelligenz beziehungsweise dem Nichtvorhandensein selbiger bei Mitmenschen auseinandersetzen. „Dieter Nuhr beweist, dass Komik und Intelligenz sich nicht ausschließen.” (Berliner Morgenpost) Dieses Zitat liefert die perfekte Begründung für die Nominierung von Dieter Nuhr für den IQ-Preis. Viele Mitmenschen dachten bei Hochbegabung bisher nur an den unbeliebten Klassenstreber, den keiner mochte.

Dieter Nuhr zeigt der Öffentlichkeit, dass man Intelligenz nicht verstecken muss, sondern vielmehr darauf stolz sein kann. Hochintelligent zu sein ist in. Dazu hat Dieter Nuhr beigetragen.

2007: Ranga Yogeshwar, Diplom-Physiker und Moderator

Für seine Wissenschaftssendungen „Quarks & Co” (WDR) und „W wie Wissen” (ARD) erhielt der Moderator Ranga Yogeshwar den Deutschen IQ-Preis 2007. „Interessant, lehrreich, dabei auch immer gut verständlich” vermittelt Yogeshwar einem breiten Publikum Wissenschaftsthemen. In seinen Sendungen behandelt Yogeshwar schwierige und komplexe Themen wie Autismus oder den globalen Klimawandel. Aber auch Fragen des Alltags, etwa zur Haltbarkeit von Spinnennetzen oder zur perfekten „Arschbombe”, kommen dabei nicht zu kurz. Damit zeigt Yogeshwar, dass „Wissen Spaß machen” kann und Wissenschaft auch im Alltag ihren Platz hat. Gerade junge Menschen finden durch Yogeshwars gelungene Moderation und Themenwahl leichten Zugang zu Wissensthemen.

2006: „Die Sendung mit der Maus”

Die „Sendung mit der Maus” wurde nominiert für ihre seit vielen Jahren erfolgreiche Art, die kleinen und großen Dinge des Lebens für Kinder und (!) Erwachsene verständlich, unterhaltsam und humorvoll zu erklären.

Gerade hochbegabten Kindern bieten die Sachgeschichten ersehnte Anregungen. Oft wird sogar bis weit in das Erwachsenenalter hinein (nicht nur als Elternteil) die Sendung eingeschaltet. „Die Maus” darf man alles fragen, und jede Frage wird ernst genommen.  

Damit hat sich die Sendung auch bei den Hochbegabten eine große Fan-Gemeinde geschaffen und gezeigt, wie unterhaltsam und spannend Wissen sein kann.

2005: Günther Jauch, Showmaster und Journalist

Der Deutsche IQ-Preis 2005 ging an den TV-Journalisten und Moderator Günther Jauch. Jauch wird damit für seine Sendung „Der große IQ-Test” (RTL) geehrt, in der er für einen ungezwungenen Umgang mit Intelligenz, Wissen und Hochbegabung wirbt.

Mit seiner Show hat Jauch es geschafft, dem Thema Intelligenz eine hohe Aufmerksamkeit in breiten Bevölkerungsschichten zu verschaffen und eine offene Diskussion hierüber anzustoßen. Der große IQ-Test (wie auch die seit Jahren erfolgreiche Quiz-Show „Wer wird Millionär?”) betonen den Spaß an der Intelligenz und am intellektuellen Wettstreit miteinander.

Hierzu trägt auch Günther Jauchs offene und ungezwungene Art bei, in der er dieses Themen ohne erhobenen Zeigefinger oder einseitige Effekthascherei darstellt. Hiermit hat Günther Jauch es geschafft, dass sich viele Menschen mit ihrer Intelligenz beschäftigen, ihre Potenziale besser nutzen und sich auch mit den Problemen, die ein hoher IQ mit sich bringen kann, auseinandersetzen.

2004: Prof. Albrecht Beutelspacher, Mathematiker

2004 ging der erste Deutsche IQ-Preis an den Gießener Professor Albrecht Beutelspacher. Das von ihm begründete Mathematikum, das erste Mathematik-Museum der Welt, schafft für Jung und Alt einen spannenden und originellen Zugang zur Mathematik. Über 180.000 Besucher konnte das Mathematikum in den ersten anderthalb Jahren seit seiner Eröffnung im November 2002 verzeichnen.