Gendergerechte Sprache

4. Juli 2019 | Tags: , , ,

 

Diskussion

Gendergerechte Sprache im MinD-Mag

Jetzt mitreden auf Confluence

Das Editorial der Ausgabe 130 löste eine Menge Reaktionen aus.

Eher unerwartet stößt ein Thema des MinD-Mag 130 auf heftige Resonanz:
Gendergerechte Sprache im Mag.
Da wir nicht alles abdrucken können, was uns zu dem Artikel erreicht, soll die Diskussion in Confluence gern weitergehen – Zugang nur mit Einloggen (https://confluence.mensa.de/display/MAG/Gendergerechte+Sprache+im+MinD-Mag).
Im Folgenden zur Einstimmung noch einmal das Editorial. Die Beiträge, die uns bisher zu diesem Artikel erreicht haben, sind in Confluence nachzulesen – sofern die Schreiber/innen einer Veröffentlichung zugestimmt haben.

Stattdessen ein ganz anderes Thema, das öfter aufschlägt und scheinbar eine Menge Mitgliederinnen umtreibt: gendergerechte Sprache. Beispielsweise in einer Mail der Ms Dani und Ivi Dappen über die Sprache im MinD-Mag: „Sehr überrascht waren wir darüber, dass durchgehend für alle Personen, Berufe, Positionen usw. von Euch die männliche Bezeichnung benutzt wird. Es ist die Rede von den zu wählenden Direktoren, den Mensanern, dem Kandidat, den Mitarbeitern usw. Die Frauen im Verein auf diese Weise sprachlich auszugrenzen oder ‚mitzumeinen‘ scheint uns nicht mehr zeitgemäß und hätten wir gerade bei Mensa nicht erwartet.“

Tja, was tun? Natürlich können wir durchgehend Mensaner*innen oder Mensanerinnen und Mensaner schreiben. Abgesehen von der erhebliche Korrektur-Mehrarbeit wäre das sprachlich und ästhetisch eine ziemliche Katastrophe. Bisher habe ich noch kein Beispiel gelesen, in dem es sprach-politisch korrekt und gleichzeitig einigermaßen lesbar zugeht. Das habe ich den beiden auch geschrieben und es kam eine interessante Antwort zurück: „Ich tippe übrigens darauf, dass sich die männlichen Leser, wenn sie nur weibliche Bezeichnungen lesen würden und einfach „mitgemeint“ sind, wie es uns in fast jeder Publikation ergeht, bestimmt in der Redaktion mit Kritik melden würden.
 Für uns Frauen macht es nämlich einen Unterschied, ob wir angesprochen oder „mitgemeint“ werden. Vielleicht wäre es ja für Dich und die anderen Männer mal ein interessantes Experiment, das selbst mal zu erleben.“

Klar, warum nicht. In dieser Ausgabe schaffen wir es nicht (außer hier, im Editorial), aber in der nächsten werden wir versuchen, nur die weibliche Form zu benutzen. Mal sehen, was passiert. Wer bessere Vorschläge hat: bitte melden.