Presse - Mensa in Deutschland (MinD)

Presse-Informationen zu Mensa in Deutschland e. V.

Mensa Deutschland Fotowettbewerb 2016: "Unerwartet glatt gelaufen" [03.11.2016]

Kreativität steht bei Mensa-Mitgliedern hoch im Kurs – wie hoch, das zeigen die Gewinnerbilder des aktuellen Fotowettbewerbs. „Unerwartet“ war als Thema vorgegeben. Alle Teilnehmer lieferten sehr originelle Interpretationen, die... [mehr]

70 Jahre - und eine vielversprechende Zukunft! [30.09.2016]

Hochbegabten-Verein Mensa feiert Geburtstag - feiern Sie mit! Testgutscheine von Mensa. [mehr]

Vorstand stellt sich neu auf [28.07.2016]

Mit großem Bedauern gibt Mensa in Deutschland e. V. den Rücktritt von Ines Bath als Mitglied des Vorstands bekannt. Ines Bath erklärte am 18. Juli, dass sie aus persönlichen Gründen nicht weiter für das Amt könne. Der Vorstand... [mehr]

Neuer Vorstand von Mensa in Deutschland e.V. [29.05.2016]

Verein für hochbegabte Menschen wählt ehrenamtliche Vertreter [mehr]

Interview mit Dr. Daniele Ganser, geführt am 23. April 2016 von Robert Klose anlässlich der IQ-Preis-Verleihung in Bonn [11.05.2016]

Dr. Daniele Ganser mit dem IQ-Preis von Mensa in Deutschland e.V. (Bild: Anna Weinhold)

Dr. Daniele Ganser, Schweizer Historiker und Friedensforscher, bekannt für seine unkonventionellen, oft als provozierend empfundenen Thesen, ist Träger des IQ-Preises 2015 in der Kategorie „Intelligente Vermittlung“ von Wissen.... [mehr]

Hochbegabte ehren Impulsgeber [19.04.2016]

Mensa übergibt IQ-Preise am 23. April 2016 in Bonn [mehr]

Bonn wird zur Hauptstadt der Hochintelligenz [14.04.2016]

Mensa erwartet 1.000 Mitglieder bei seinem Jahrestreffen [mehr]

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Mensa in Deutschland e.V.: Pressemitteilungen https://www.mensa.de/ Die neusten Pressemitteilungen von Mensa in Deutschland e.v. de Mensa in Deutschland e.V.: Pressemitteilungen https://www.mensa.de/fileadmin/templates/img/mind_logo_rot.png https://www.mensa.de/ Die neusten Pressemitteilungen von Mensa in Deutschland e.v. TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 03 Nov 2016 01:49:00 +0000 Falsche Bilder von Hochbegabten stecken in vielen Köpfen https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/falsche-bilder-von-hochbegabten-stecken-in-vielen-koepfen/ Zwei Drittel der Deutschen kommen laut Umfrage zu negativen Urteilen Das Bild von Hochbegabten, das in vielen deutschen Köpfen fest verankert ist, entspricht nicht der Wirklichkeit, sagt Dr. Tanja Gabriele Baudson von der Universität Duisburg-Essen, gleichzeitig Beisitzerin für Hochbegabtenforschung und Förderung im Verein Mensa. Die Wissenschaftlerin befragte mehr als 1000 Deutsche zu ihrer Meinung über Hochbegabte. Die Ergebnisse stimmen nachdenklich. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass hochbegabte Menschen in sozialer und emotionaler Hinsicht nicht signifikant auffälliger sind als nicht hochbegabte Menschen.  In den Detailbereichen, in denen es Unterschiede gibt, fallen diese sogar eher zugunsten der Hochbegabten aus. Doch das Klischee, dass genau das Gegenteil zutrifft,  ist anscheinend nicht “totzukriegen”. Dieses Fazit zieht Dr. Baudson nach einer gerade veröffentlichten Studie, die in Zusammenarbeit mit Mensa durchgeführt wurde. 1029 Teilnehmer bildeten dabei eine nach Geschlecht, Alter und Bundesland ihrer Herkunft repräsentative Auswahl der Bevölkerung. Fünf Aspekte, zu dem die Befragten ihre Einschätzung liefern sollten, standen im Vordergrund: 1. das höhere intellektuelle Potenzial Hochbegabter 2. ihre höhere Leistung 3. ihre generelle Überlegenheit  über den Bereich Intelligenz/Leistung hinaus, 4. größere soziale Schwierigkeiten Hochbegabter 5. häufigere emotionale Probleme Hochbegabter. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie: Ein Drittel der Befragten schätzten Hochbegabte relativ realistisch ein. Diese Umfrage-Teilnehmer schreiben ihnen ein höheres intellektuelles Potenzial und etwas höhere Leistungen zu. Zwei Drittel jedoch vermuten zusätzlich, dass Hochbegabte mehr emotionale Probleme hätten und schwieriger im sozialen Umgang seien. Das passt sehr gut mit der sogenannten “Harmonie-/Disharmoniehypothese” zusammen: Die Harmoniehypothese repräsentiert ein überwiegend positives Bild von Hochbegabten oder schätzt sie in Bereichen, die nicht direkt mit der Begabung zu tun haben, zumindest neutral ein. Die Disharmoniehypothese hingegen unterstellt den Hochbegabten – zu Unrecht, wie Dr. Baudson sagt – negative soziale und emotionale Eigenschaften. Das negative Stereotyp war vor allem bei Männern, Alleinerziehenden, Arbeitssuchenden und Einkommensstärkeren anzutreffen, außerdem bei Personen, die mit dem Begriff “hochbegabt” eher negative Gefühle assoziierten. Diese Effekte fielen jedoch laut Studie eher schwach aus. Die Suche nach Faktoren, die ein harmonisches oder ein disharmonisches Bild von Hochbegabten begünstigen, geht deshalb weiter. Wichtig sind diese Befunde laut Baudson vor allem deshalb, weil sie zeigen, wie verbreitet das falsche Bild von Hochbegabten tatsächlich in den Köpfen ist. Die Wissenschaftlerin nennt mögliche Ursachen: “Die Verantwortung der Medien ist vermutlich nicht zu unterschätzen: Nur allzu häufig werden Hochbegabte als labil oder sozial schwierig dargestellt. Dass ein solches Bild beeinflusst, was Otto und Ottilie Normalverbraucher über Hochbegabte denken, ist nur plausibel.” Für den Alltag der Hochbegabten bedeutet das Ergebnis der Studie: Die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Alltag jemandem begegnen, der sie als sozial und emotional auffällig ansieht, ist doppelt so hoch wie die, einen Menschen zu treffen, der sie realistisch einschätzt. Mögliche Auswirkungen auf die Identitätsentwicklung Hochbegabter sollen nun in weiteren Studien erkundet werden. Weitere Informationen: Originalveröffentlichung in Frontiers of Psychology: http://dx.doi.org/10.3389/fpsyg.2016.00368 Kontakt: presse@mensa.de, forschung@mensa.de Abdruck und Bilder honorarfrei
Belegexemplar erbeten an presse@mensa.de oder
Geschäftsstelle Mensa in Deutschland e.V., Wandlhamerstraße 2, 82166 Gräfelfing]]>
Intelligenzforschung Wed, 13 Apr 2016 13:38:00 +0000
Mensa vergibt IQ-Preise für 2015 in drei Kategorien https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/mensa-vergibt-iq-preise-fuer-2015-in-drei-kategorien/ foodsharing.de, Dr. Daniele Ganser und ArbeiterKind werden geehrt IQ Preis presse@mensa.de Thu, 10 Mar 2016 07:41:00 +0000 Experten-Meinungen zu IQ-Tests: Interview mit Dr. Tanja Gabriele Baudson https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/experten-meinungen-zu-iq-tests-interview-mit-dr-tanja-gabriele-baudson/ “Hochwertige Werkzeuge”  “Hochwertige Werkzeuge” Die Psychologin und Begabungsforscherin Dr. Tanja Gabriele Baudson sieht überwiegend große Vorteile im Einsatz von Gruppenintelligenztests. Ihr Standpunkt:
“Gruppenintelligenztests sind ökonomisch. Wenn viele Menschen gleichzeitig teilnehmen können, spart das eine Menge Zeit und Geld. Auch den Durchführenden verlangen sie deutlich weniger ab als Einzeltests. Schon nach relativ kurzer Einarbeitungszeit können Mensa-Testleiter/innen einen Gruppenintelligenztest auf standardisierte Weise kompetent durchführen, auch ohne vorher ein Psychologiestudium absolviert zu haben. Dadurch ist ein Test bei Mensa deutlich günstiger als ein Einzeltest in einer psychologischen Praxis. Gruppenintelligenztests ermöglichen große Stichproben. Das hat Vorteile für die (Weiter-)Entwicklung von Tests, denn so lassen sich Aussagen über die Aufgabenqualität statistisch zuverlässig absichern. Auch Neunormierungen von Tests lassen sich deutlich leichter realisieren, wenn in derselben Zeit nicht nur eine, sondern gleich mehrere Personen getestet werden können. In der Gruppensituation geht jedoch eines verloren: die persönliche Beziehung. Geübte Psycholog/innen können Fehlerquellen, die das Ergebnis beeinträchtigen könnten, wahrnehmen, darauf reagieren und sie ggf. bei der Interpretation berücksichtigen – etwa Prüfungsangst oder Motivationsprobleme. Gruppenintelligenztests sind definitiv hochwertige Werkzeuge; für Personen, die in der Gruppensituation nicht gut zurechtkommen und für die eine positive zwischenmenschliche Beziehung in Leistungssituationen wichtig ist, ist ein Einzeltest aber möglicherweise geeigneter. Denn schließlich sollte jede/r den Test in einer Situation absolvieren, die es ihm/ihr erlaubt, das Beste aus sich herauszuholen!
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Intelligenzforschung Sat, 27 Feb 2016 20:56:00 +0000
Experten-Meinungen zu IQ-Tests: Interview mit Kai Bestmann https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/experten-meinungen-zu-iq-tests-interview-mit-kai-bestmann/ „Dem eigenen Impuls folgen“ „Dem eigenen Impuls folgen“ Kai Bestmann, Psychologe und NSP (National Supervisory Psychologist) von Mensa in Deutschland, sieht in Gruppen- und Einzeltests Vor- und Nachteile. Seine Meinung:
Einzel- und Gruppentest sind beides gültige und wirksame Möglichkeiten, einen IQ-Wert objektiv zu erheben. Dabei haben beide Methoden Vor- und Nachteile, da sie auf die individuellen Stärken und Schwächen in der Persönlichkeit des Testteilnehmers treffen. Mancher Testteilnehmer mag sich durch die Gruppentestsituation zu sehr an unangenehme Erfahrungen aus der Schulzeit erinnert fühlen. Dadurch kann es zu einer Blockade kommen und die „wahre“ Leistung kann nicht ganz abrufen werden. Andere Menschen mögen sich bei einer individuellen Testung allein gelassen oder zu sehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Testers gestellt fühlen und sind dadurch gehindert, ihr volles Potenzial zu entfalten. Normalerweise haben wir ein sehr gutes Gespür dafür, welche der beiden Varianten uns am besten gerecht wird. Diesem Impuls würde ich bei der Auswahl der Methode folgen. Der Gruppentest ist insofern lebensnäher, als dass viele der in der Schule oder am Arbeitsplatz abgefragten Leistungen eben nicht alleine im „stillen Kämmerlein“, sondern  im Klassenverband oder in einem offenen Büro erbracht werden. Zudem ist die Teilnahme am Gruppentest durch die Vielzahl an Testorten und Terminen unkompliziert und preisgünstig. Durch die Möglichkeit, im Anschluss an den Mensa-Test ein ausführliches Begabungsprofil erstellen zu lassen, kann man mit relativ geringem finanziellen Einsatz viel über sich erfahren. Wenn ich aber gerne überprüfen möchte, ob mein über lange Jahre durch Fremdbeurteilungen aufgebautes Selbstbild eigentlich mit der Realität übereinstimmt, ist eine möglichst breit angelegte Diagnostik sehr hilfreich. Das kann am Besten bei einem Psychologen in einer Einzeltestung erhoben werden, da hier individuellen Fragestellungen nachgegangen werden kann. Da kann es wie eine Befreiung wirken, wenn eine objektive Diagnostik alte Ketten zu sprengen hilft.
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Intelligenzforschung Fri, 26 Feb 2016 21:06:00 +0000
Experten-Meinungen zu IQ-Tests: Interview mit Dr. Karin Joder https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/experten-meinungen-zu-iq-tests-interview-mit-dr-karin-joder/ „Viele fallen durchs Raster“ „Viele fallen durchs Raster“ Dr. Karin Joder, niedergelassene Psychologin und approbierte Psychotherapeutin, sieht Gruppenintelligenztests mit großer Skepsis. Sie sagt: 
Es gibt wissenschaftliche Studien (z.B. Alvino & Wieler, 1979, Whitmore, 1979), die schon damals herausgefunden haben, dass bis zu 50% der Hochbegabten nicht erkannt werden, wenn zur Testdiagnostik ausschließlich Gruppentests eingesetzt werden, d.h. keine individuelle Diagnostik erfolgt. Diese Studien sind zwar aus den 70er Jahren, haben jedoch nichts von ihrer Aktualität verloren, da sich die Testumstände in Gruppentests bis heute nicht verändert haben. Dies hängt damit zusammen, dass nur im Rahmen einer individuellen Diagnostik Faktoren berücksichtigt werden können, die auf das Ergebnis Einfluss nehmen können. Dazu gehören z.B. der gute Kontakt bzw. das Vertrauensverhältnis zwischen Diagnostiker und Klient, die Tagesverfassung, Prüfungsängstlichkeit, Aufgabenverständnis, ablenkende Umgebungsfaktoren, Umgang mit Zeitdruck, Erkennen von Blockaden oder Motivation. Aus meiner langjährigen Praxiserfahrung ist mir bekannt, dass es viele Menschen gibt, die im Gruppentest einen IQ von unter 100 erreicht haben, in der Individualdiagnostik dann aber bei weit über 130 lagen. Das hat eindeutig mit der ungünstigen Testsituation bei Gruppentests zu tun und betrifft häufig hochsensible Hochbegabte, die im Test aus den genannten Gründen einfach “versagen”. Es  fallen dadurch leider viele Hochbegabte “durchs Raster”, und es hat psychologisch fatale Auswirkungen, wenn das Ergebnis aus dem Gruppentest von einem ohnehin schon völlig verunsicherten Menschen als “Wahrheit” akzeptiert wird. Insofern halte ich eine weitere Aufklärungsarbeit über das Wesen der Begabungsdiagnostik (Gruppentest/ Einzeldiagnostik) für absolut notwendig.
Dr. Karin Joder ist niedergelassene Psychologin und approbierte Psychotherapeutin, selbst Mensa-Mitglied und Expertin für Hochbegabung. Weitere Informationen über sie und ihre Arbeit finden Interessierte unter www.dr-karin-joder.de]]>
Intelligenzforschung Thu, 25 Feb 2016 20:56:00 +0000
Mensa vergibt Spielepreise 2016 an Splendor und Barragoon https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/mensa-vergibt-spielepreise-2016-an-splendor-und-barragoon/ „Gewinnen wäre so einfach, wenn es die Gegner nicht gäbe“ Barragoon der beiden Münchner Robert Witter (47) und Frank Warneke (49). Hierbei handelt es sich um ein von Schach inspiriertes Strategiespiel, das einfach zu lernen, aber schwer zu meistern ist. Die Kontrahenten versuchen, die Steine des Gegners zu schlagen oder bewegungsunfähig zu machen. Das gelingt mithilfe der namensgebenden Barragoons, kleiner, schwarzer Würfel. So etwas wie ein Bonmot unter Spielfreunden: „Gewinnen wäre so einfach, wenn es die Gegner nicht gäbe“. Doch im Ernst: Wie entsteht so ein preiswürdiges Spiel? Die beiden Preisträger kennen sich seit etwa sechs Jahren. Aus einer Skatrunde wurden wöchentliche Schachspiele. Irgendwann kam die Idee auf, selbst ein Spiel zu entwickeln. Von diesem Augenblick bis zum fertigen, verkaufsfähigen Spiel verging ein Jahr. Im Eigenverlag haben die Autoren mittlerweile über 5000 Spiele verkauft. Nachdem bekannt wurde, dass sie den MinD-Spielepreis gewonnen haben, wurde auch ein großer Verlag und Großhändler aufmerksam. Das preisgekrönte Duo verhandelt gerade über eine mögliche Kooperation. Das zweite Spiel von Robert Wtter und Frank Warneke, Shiftago, ist so gut wie fertig und schafft es vielleicht noch unter die Nominierten für den Spielepreis 2017. Die Besucher des Marburger Spiele-Events rund um die Preisverleihung durften das Spiel während des Spielewochenendes schon mal probespielen. Laudator bei der Preisübergabe war Organisator Jochen Tierbach. Die Gewinner freuten sich unter anderem über Mensa-Testgutscheine. Hintergrund: Wer Mensa-Mitglied werden oder einfach nur seinen eigenen Intelligenzquotienten erfahren will, kann an einem der Gruppentests teilnehmen, den der Verein regelmäßig an vielen Orten in ganz Deutschland anbietet. Ein Wermutstropfen am Rande. Dr. Bernward Thole, Gründer von „Spiel des Jahres“, stellte Mensa schon zum fünften Male die Räume der Spielebrücke in Marburg zur Verfügung. In diesem Jahr war er zum letzten Mal der Gastgeber. Er wird 80 Jahre alt und wechselt in den mehr als verdienten Ruhestand. Die Spielebrücke übergibt er dann an seinen Nachfolger. Nach dem Preis ist vor dem Preis: Im April werden die Nominierungen für das kommende Jahr bekanntgegeben. Wieder werden die Juroren, die sich beruflich mit Spielen befassen, auf die Suche gehen nach besonders kreativen Ideen, die sehr ansprechend realisiert wurden. Einige Kandidaten sind jetzt schon sicher, zum Beispiel Codenames und Orléans. Ein spannender Auswahlprozess ist zu erwarten]]> MinD Spielepreis presse@mensa.de Fri, 19 Feb 2016 10:37:00 +0000 Interview mit Dr. Karin Joder, Teil II https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/interview-mit-dr-karin-joder/ Sollten Hochbegabte etwa ihrem Chef von ihrer Hochbegabung erzählen? Oder ist ein diskreter Umgang... Sollten Hochbegabte etwa ihrem Chef von ihrer Hochbegabung erzählen? Oder ist ein diskreter Umgang mit dem Thema für die Betroffenen gesünder? Bei hochbegabten Kindern sollten die Eltern erwägen, das Lehrerkollegium zu informieren, sofern die besonderen Begabungen nicht von Lehrern erkannt wurden. Sie sollten um anspruchsvollere Aufgaben für das Kind bitten, wenn es unterfordert ist. Bei Erwachsenen, die angestellt tätig sind und einen Chef haben, erweist es sich selten als hilfreich, über die eigene Hochbegabung zu sprechen. Häufig sind Vorurteile oder Fehlinformationen vorhanden. In dieser Situation sollte der Wunsch nach anspruchsvolleren Aufgaben im Vordergrund stehen. Die Erfahrung zeigt, dass Hochbegabte häufig in der  Selbstständigkeit oder mit einem ebenfalls hochbegabten Chef sehr gut aufgehoben sind. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Hochbegabung und Hochsensibilität, ADHS und Autismus? Ja, noch immer gibt es zahlreiche Fehldiagnosen. Hochbegabung ist keine gesundheitliche Störung mit Krankheitswert. Die typischen Anzeichen einer Hochbegabung mit Unterforderung können aber mit psychischen Erkrankungen wie ADHS oder Autismus-Spektrum-Störung verwechselt werden, denn es gibt Schnittmengen. Dazu gehören Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwankungen, die bei Hochbegabung mit Unterforderung oder bei einer ADHS auftreten können, ebenso der geringe Wunsch nach gesellschaftlichem Miteinander, wenn es überwiegend aus Smalltalk besteht. All dies findet man sowohl bei Hochbegabten als auch bei Autisten. Hochsensibilität wiederum ist auch keine Störung mit Krankheitswert, sondern ein Phänomen, sehr viele Dinge schnell zu erfassen, was häufig mit Hochbegabung einhergehen kann, aber nicht muss. So gibt es etwa 2% Hochbegabte und etwa 15-20% Hochsensible. Welche unterschiedlichen Auswirkungen kann Unterforderung haben? Kann Unterforderung krank machen? Meist zeigt sich die Unterforderung durch ein Gefühl von Unzufriedenheit, Langeweile, innerer Unruhe oder dem Gefühl, am Leben vorbei zu leben, im Leerlauf zu hängen. Hinzu kommen bei Hochbegabten oft Selbstzweifel, Gefühle der Minderwertigkeit oder die Angst, als “Hochstapler” aufzufliegen. Der Energiepegel sinkt, Lustlosigkeit breitet sich aus, wobei neben dem Beruf auch das Privatleben und die Freizeit in Mitleidenschaft gezogen werden. Unterforderung ist “zu viel an zu wenig”. Dauerhaft zu wenig Herausforderung und zu wenig Anspruch oder zu wenig Sinn in der Arbeit, oft in Verbindung mit Routinetätigkeiten kann für Hochbegabte ein Stressfaktor sein, kann als  “Boreout” ebenso krank machen kann wie chronische Überforderung, der “Burnout”. Der Boreout-Falle zu entkommen, setzt voraus, die eigene Situation zu erkennen und sich Zeit und Ruhe zu nehmen, mögliche Lösungen zu finden und umzusetzen. Das gelingt manchmal allein, oder ein guter Freund kann helfen. Manchmal kann ein Coach sinnvoll sein oder auch eine gute Psychotherapie. Gibt es eine besonders berührende Erfolgsgeschichte, die Ihnen in Erinnerung geblieben ist? Welcher Fall hat Sie besonders mitgenommen? Ich habe in den letzten 13 Jahren in meiner Arbeit mit Hochbegabten sehr viele ergreifende Erfolgsgeschichten in Erinnerung. Was jedoch alle diese bewegenden Erlebnisse gemeinsam haben: Die Erkenntnis, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügen, lässt die Betroffenen wieder an sich selbst glauben. Selbstvertrauen kann sich entwickeln. Damit verbunden sind häufig tiefgreifende Veränderungen im Leben der “neu erkannten” Hochbegabten – beruflich, privat oder bei den eigenen Interessen. Hier fühle ich mich häufig wie eine “Hebamme”, die Menschen ins Leben hilft – und das ist auch der Moment, der mich persönlich in meiner Arbeit immer wieder motiviert. Sie selbst sind Mensa-Mitglied. Warum empfehlen Sie den positiv Hb-Getesteten, sich Mensa anzuschließen? Eine Mitgliedschaft bei Mensa halte ich vor allem sinnvoll für Hochbegabte, die erst vor kurzem von ihrer Hochbegabung erfahren haben und sich noch finden müssen. Mensa vermittelt ein Gefühl der Zugehörigkeit, das per se schon heilsam sein kann, da sich Hochbegabte häufig nirgends so recht zugehörig fühlen. Nach der Diagnose “Hochbegabung”  entsteht vor allem bei Erwachsenen das Bedürfnis, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dazu bietet Mensa eine hervorragende Plattform. Hochbegabt zu sein, ist ja das gemeinsame Merkmal aller Mensaner. Für viele Interessengebiete gibt es entsprechende SIG (Special Interest Groups), oder es können solche gegründet werden. Auch werden über Mensa vielseitige Events veranstaltet, die inhaltlich interessant sind und die Möglichkeit zum Aufbau von Kontakten und Freundschaften bieten. Dr. Karin Joder ist niedergelassene Psychologin und approbierte Psychotherapeutin, selbst Mensa-Mitglied und Expertin für Hochbegabung. Weitere Informationen über sie und ihre Arbeit finden Interessierte unter www.dr-karin-joder.de]]> Intelligenzforschung Wed, 03 Feb 2016 11:21:00 +0000 Interview mit Dr. Karin Joder, Teil I https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/interview-mit-dr-karin-joder-teil-i/ Mit Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt ist ein großer deutscher Intellektueller gestorben. Woran... Mit Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt ist ein großer deutscher Intellektueller gestorben. Woran lag es, dass er seine herausragende analytische und politische Begabung gespürt hat und leben konnte? Ich könnte mir vorstellen, dass Helmut Schmidt schon früh eigenständig denken und Verantwortung für sein Leben, später auch für das Leben anderer Menschen, übernehmen durfte. Er hat sich vieles selbst erarbeitet und wurde nicht ausgebremst. Er hat schon früh erfahren, dass er auf seine Fähigkeiten vertrauen kann, unabhängig von anderen. Schmidt hatte die Anlage zu einer starken Persönlichkeit, die sich entwickelt hat. Er hatte eine klare Vorstellung davon, was er wollte, hat sich nicht reinreden lassen, und er hat schon früh positives Feedback bekommen, das ihn gestärkt hat. Obwohl sich das Bild Hochbegabter in der Öffentlichkeit wandelt und das Interesse an Mensa und an IQ-Tests zunimmt, verbindet ein Teil der Bevölkerung Hochbegabung immer noch mit Wunderkindern oder Nobelpreisträgern. Warum sind Hochbegabte nicht automatisch Hochleister? Hochleister kann nur werden, wer die eigene Hochbegabung erkennt. Dazu gehört auch ein förderliches Umfeld mit Wertschätzung und geistiger Anregung, damit Fähigkeiten entwickelt und umgesetzt werden können. Geeignete Lernmethoden und Bereitschaft zur Anstrengung gehören ebenso dazu wie der Wille, sich mit Themen vertieft zu beschäftigen und auch mal zu üben. Der Glaube an sich selbst ist eine essenzielle Voraussetzung, damit der Hochbegabte seine Potenziale entwickelt. Werden Hochbegabte verkannt oder ausgebremst, bleibt die Hochleistung auf der Strecke. Sie haben sich vor einigen Jahren als Psychologin auf Hochbegabungsdiagnostik spezialisiert. Warum kommen die Menschen zu Ihnen in die Praxis? Was sind die häufigsten Beweggründe, die Eltern dazu bringen, sich bzw. ihre Kinder testen zu lassen? Die Eltern machen sich Gedanken über ihre Kinder. Sie fragen sich: Welche Begabungen und welche Schwächen haben sie, wie kann eine Förderung in Kindertagesstätten oder Schulen aussehen, wann ist das Überspringen einer Klasse sinnvoll? Sie wollen erfahren, welche private Förderung angemessen ist, wie die Motivation des Kindes (wieder) geweckt werden kann. Weitere Fragen tauchen auf: Wie verhandelt man am besten mit dem Lehrerkollegium? Liegt ADHS, ein Asperger-Syndrom, eine umgeschulte Linkshändigkeit oder anderes vor – und natürlich: Ist das Kind hochbegabt? Falls ja: Wie sollen sie damit umgehen? Ist das Kind auch hochsensibel? Wie ist eine Verweigerungshaltung zu überwinden? Das ist eine Auswahl der Fragen, mit denen sich oft verzweifelte Eltern an mich wenden. Und da sind Erwachsene, die sich “nirgends recht zugehörig” fühlen, die unterfordert sind im Beruf, “untertourig” laufen und “Boreout“ oder „Burnout” gleichzeitig empfinden, die körperliche Symptome haben und nicht verstehen. Oft kommen Menschen zu mir, die beruflich oder in der Freizeit mehr machen möchten, es sich jedoch nicht zutrauen, die viele Interessen haben und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Viele haben trotz körperlicher Attraktivität Schwierigkeiten, einen geeigneten Partner zu finden oder fühlen sich in ihrer Partnerschaft unverstanden oder gelangweilt. Oft sind erfolgreich wirkende Menschen darunter – Professoren, Richter, Anwälte, Ärzte, Selbstständige, Journalisten. Sie fühlen sich oft als Hochstapler, werden als “bizarr” wahrgenommen, da sie nicht der Norm entsprechen und Smalltalk meiden. Wieder andere haben ihren Weg noch nicht gefunden und bringen einen sehr bunten Lebenslauf mit. Die Erkenntnis, warum sie so “anders” ticken, hilft vielen, sich selbst besser zu verstehen und ihr Lebenskonzept zu entwickeln, das nicht zwingend “der Norm” entspricht oder eine Anpassung nach außen ohne Verbiegen nach innen ermöglicht. Wie reagieren im Allgemeinen die Betroffenen auf ihre Diagnose? Ich habe mich mit dieser Frage im Rahmen meiner berufsbegleitenden Promotion intensiv auseinandergesetzt. Eltern sind bei ihren Kindern immer erleichtert, wenn sie wissen, woran sie sind, unabhängig von der Diagnose. Dabei sind die wenigsten erfreut, wenn sie erfahren, dass sie ein hochbegabtes Kind haben, denn sie wissen, welcher Aufwand damit verbunden ist. Dennoch akzeptieren sie es und überlegen dann, wie sie am besten damit umgehen Die Erwachsenen reagieren überwiegend positiv auf die Diagnose “Hochbegabung”, weniger aus Stolz, sondern weil sie endlich eine Erklärung dafür haben, warum sie so “anders” ticken, dass es keine psychische Krankheit ist, sondern einfach ein Phänomen, mit dem sie etwas Sinnvolles anfangen können. Was empfehlen Sie den Menschen, die von ihrer Hochbegabung erfahren? Geben Sie ihnen Ratschläge, wie sie ihr Leben anders gestalten, ihr Potenzial besser nutzen können? Die Anregungen und Empfehlungen, die ich meinen Klienten mitgebe, sind auch hier sehr individuell. Inhaltlich geht es primär darum, wie die Begabungen und Potenziale sinnvoll genutzt und entwickelt werden können, wie die Stärken und Fähigkeiten umgesetzt werden können, welche Veränderungen in Beruf und Privatleben sinnvoll sein könnten – dies alles unter der Prämisse der Machbarkeit, unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände. Lehrer reagieren oft beim Stichwort “Hochbegabung” unsicher, haben Vorurteile oder scheinen nicht gut informiert zu sein. Was muss sich an Schulen oder Hochschulen ändern, um eine Förderungskultur für hochbegabte Schüler und Studenten zu entwickeln? Meiner Meinung nach müsste sachliche Aufklärung erfolgen, um die Vorurteile nach und nach ablegen zu können, gefolgt von fundierter und individueller Begabungsdiagnostik. Momentan wird in vielen Schulen und Hochschulen “Hochbegabung” mit “Hochleistung” gleichgesetzt. Man vergleicht Äpfel mit Birnen und wundert sich, dass da wenig Übereinstimmung ist. Diese Vorstellung führt zu dem Trugschluss, ein Schüler, der geringe Leistungen bringt, könne keinesfalls hochbegabt sein. Ein weiterer Trugschluss ist es aber auch, zu glauben, dass ein Schüler, der faul ist und schlechte Noten schreibt, auf jeden Fall hochbegabt sein muss. Hier würde eine fundierte Begabungsdiagnostik Klarheit geben. Gibt es jetzt schon eine staatliche Förderung? Es gibt viele staatliche Förderungen für Menschen mit Lern– oder geistiger Behinderung, aber nur wenig für Hochbegabte. In der Politik ist das Bewusstsein noch nicht angekommen, dass helle Köpfe für unsere Zukunft gebraucht werden, dass deshalb Hochbegabten-Förderung als Investition erforderlich ist. Es gibt vereinzelt Landesgymnasien, die staatliche Zuschüsse dafür erhalten. Auch werden Einzelprojekte und Beratungslehrer staatlich gefördert, jedoch ist das abhängig vom Bundesland, und es gibt ein starkes “Nord–Süd–Gefälle” – d.h. im Norden deutlich weniger Förderung als im Süden Deutschlands. Zum Glück gibt es private Initiativen, die sich um die Belange hochbegabter Menschen kümmern – Mensa ist eine davon. Warum fallen Hochbegabte so selten Arbeitgebern oder hochbegabte Kinder so selten ihren Lehrern als “intelligent im oberen Extrembereich” auf? Immerhin sind 2% der Bevölkerung betroffen, das sind in Deutschland 1,6 Millionen Menschen. Verhalten sich die viele Hochbegabte unauffällig? Wenn ja, wie ist das zu erklären? Viele Hochbegabte möchten nicht als “Extreme” auffallen. Sie möchten sein wie alle anderen, um nicht ausgegrenzt oder als Sonderlinge abgelehnt zu werden. Daher halten sie ihre Fähigkeiten bewusst zurück und verstecken sich, stellen sich sogar als dumm dar oder spielen in der Schule den Klassenkasper.  Manche hochbegabte Schüler fürchten, von ihrem Lehrer oder von Mitschülern vorgeführt zu werden. Hochbegabte Männer scheinen weniger Schwierigkeiten zu haben, ihre Stärken zu zeigen, da Intelligenz nach wie vor als männlich gilt und gesellschaftlich weniger sanktioniert wird. Hochbegabte Frauen jedoch haben anscheinend häufiger Scheu, ihre intellektuelle Stärke zu zeigen, da es noch immer als unweiblich gilt, sehr intelligent, erfolgreich und möglicherweise einem Mann geistig überlegen zu sein. Hier hat sich das Rollenklischee bis heute nicht wesentlich geändert. Erstaunlich finde ich nach es, dass im Sport dieses Problem nicht existiert. Ein Kind, das mit Fußballtalent auffällt, erhält ganz selbstverständlich ein besonderes Training, wird in die Mannschaft befördert und gelobt für sein Talent. Selten bekommt ein Fußballtalent zu hören, es solle sich doch bitte zurückhalten und genauso langsam sein wie alle anderen. Es wäre sehr wünschenswert, wenn ein hochbegabtes Kind genauso gefördert werden könnte wie ein Kind mit sportlicher Begabung. Dr. Karin Joder ist niedergelassene Psychologin und approbierte Psychotherapeutin, selbst Mensa-Mitglied und Expertin für Hochbegabung. Weitere Informationen über sie und ihre Arbeit finden Interessierte unter www.dr-karin-joder.de]]> Intelligenzforschung Tue, 02 Feb 2016 11:21:00 +0000 Mensa im Steigflug – ohne neues Büro geht es nicht mehr https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/mensa-im-steigflug-ohne-neues-buero-geht-es-nicht-mehr/ Viele Vereine haben Probleme, neue Mitglieder zu finden. Mensa in Deutschland (MinD) gehört nicht... Vereinsleben presse@mensa.de Sat, 31 Oct 2015 22:52:00 +0000 Mensaner wählten die besten Fotos zum Thema Dringlichkeit https://www.mensa.de/presse/pressemeldung/artikel/dringlichkeit-die-gewinnerbilder-des-mensa-in-deutschland-fotowettbewerbs-2015/ Kreativität steht bei Mensa-Mitgliedern hoch im Kurs – wie hoch, das zeigen die Gewinnerbilder des... Die Siegerbilder stehen zur Veröffentlichung in Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und der Angabe der Fotografen sowie Mensa in Deutschland als Quelle nachfolgend zum Download hochauflösend zur Verfügung:]]> Fotowettbewerb Sat, 31 Oct 2015 22:50:00 +0000