Pressemeldung - Mensa in Deutschland (MinD)
< Vorstand stellt sich neu auf
30.09.2016

70 Jahre - und eine vielversprechende Zukunft!

Am 1. Oktober 1946, die Welt war noch mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs beschäftigt, setzen der englische Wissenschaftler Dr. Lancelot Ware und der australische Rechtsanwalt Roland Berill eine für damalige Zeiten revolutionäre Idee in die Tat um: Sie wollten hochbegabte Menschen ungeachtet ihrer Hautfarbe, Religion, politischen Überzeugung oder sozialen Herkunft mit dem Ziel zusammenführen, den kreativen und intellektuellen Austausch unter den Mitgliedern zu fördern und somit Intelligenz zum Wohl der Menschheit einzusetzen.

MENSA war geboren. Eine großartige Idee und eine kleine Wortspielerei, denn dem Lateinkundigen fällt bei dem Wort „mensa“ nicht nur an die deutsche Übersetzung „Tisch“, sondern auch das Wort „Geist“ (lateinisch: mens) ein. 

An einem Tisch sitzend geistvolle Gespräche führen - das war der Beginn von Mensa und ist heute als „Stammtisch“ immer noch einer der wichtigsten Orte, an denen sich Mensanerinnen und Mensaner austauschen. Und von denen gibt es in Deutschland jede Menge: 13.000 Mitglieder zählt der Verein und wächst durchschnittlich jedes Jahr um 500 Mitglieder.


Einige Fakten zu Mensa
Mit weniger als zwei Vollzeitstellen organisieren die Mitglieder von Mensa jedes Jahr über 3.500 (dreitausendfünfhundert!) Veranstaltungen.

Sie reichen von 

·         wissenschaftlich anerkannten und überwachten Intelligenztests,

·         Veranstaltungen und Feriencamps für hochintelligente Kinder und Jugendliche, 

·         ​einem weitläufigen Netzwerk, in dem sich Studenten und Akademiker miteinander vernetzen können und einmal im Jahr deutschlandweites akademisches Treffen veranstalten (dieses Jahr in Mannheim, Schirmherrin ist Bildungsministerin Prof. Dr. Wanka), 

·         Jahrestreffen, Sommertreffen, Sylvester Feiern, Europäische Mensatreffen,

·         bis hin zu vielen Special Interest Groups, die sich mit Theater, Kochen, Segeln,  Musik, Film, Diskussionen etc. etc. beschäftigen,​

·         und den bereits erwähnten Stammtischen, die in über 70 Städten in Deutschland regelmäßig stattfinden.


Mitglied werden bei Mensa
Wer zu Mensa kommen will, muss einen Intelligenzquotienten nachweisen, der höher ist als bei 98% der Bevölkerung. In Deutschland ist das ein IQ mit dem Wert 130. Statistisch gesehen erreichen 2% der Bevölkerung diesen IQ-Wert. Was elitär klingen mag, ist am Ende eine Gruppe von etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland.

Es dürfte schwerfallen, in Deutschland Vereine zu finden, die ähnlich aktiv sind wie Mensa. Ehrenamtlich. Jeder Aktive von Mensa hat nebenbei einen Beruf, geht zur Schule oder absolviert ein Studium, versorgt einen Haushalt oder erzieht Kinder. Und oft sind es – wie bei anderen Menschen auch – mehrere dieser Verpflichtungen, die erfüllt werden. müssen. 

Wenn dann aber immer noch mehr als 3500 Veranstaltungen jedes Jahr durchgeführt werden, zeugt das von einem großen Engagement und einer großen Überzeugung, Mitglied dieses Vereins zu sein.

Mensa macht Spaß. Aber viele Mensaner haben durchaus weitergehende Interessen: Wer als junger Mensch darunter gelitten hat, dass die eigene Begabung nicht erkannt oder nicht ausreichend gefördert wurde, engagiert sich heute vielleicht genau in diesem Bereich. Bei Mensa Kids & Juniors ermöglichen wir es hochbegabten Kindern, mit anderen hochbegabten Kindern zusammenzukommen und einen Teil ihrer Freizeit zu verbringen. Das macht nicht nur Spaß. Es fördert den Austausch der Eltern untereinander und gibt den Kindern oft ein Gefühl von Normalität und Ungezwungenheit, das sie in der Schule vielleicht nicht immer finden.

Folgerichtig ist Mensa daher auch fester Aussteller auf der größten europäischen Bildungsmesse, der didacta, die im kommenden Frühjahr in Stuttgart stattfindet. Dort stehen wir mit unserer Expertise Lehrern und Eltern zur Verfügung.


Hochbegabung
In einem ist sich die Forschung sicher: Sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse beeinflussen die Entstehung von Hochbegabung. Darüber hinaus stehen Gene und Umwelt in Wechselwirkung, denn die genetische Ausstattung bestimmt mit, welche Umwelt man sich auswählt, und die Umwelt bestimmt mit, welche Gene überhaupt aktiviert werden. 

Unbestritten ist auch, dass die soziale Herkunft und der sozioökonomische Status der Eltern einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Intelligenz haben. Damit man sein Potenzial voll entfalten kann, braucht es sowohl entsprechende günstige Umweltbedingungen als auch Persönlichkeitsmerkmale, die die Begabungsentfaltung unterstützen – und das gilt nicht nur für Hochbegabte. 

Aus diesem Grund hat Mensa vor einigen Jahren eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die für kleines Geld wissenschaftlich anerkannte Intelligenztests für Jedermann anbietet. Es ist unser Beitrag zur Erforschung der Intelligenz. Wir möchten, dass intelligente Ideen – Lösungsvorschläge für die kleinen und großen Fragen und Probleme im Leben – gefördert werden. Der Deutsche IQ-Preis, den Mensa jährlich auslobt, ging in diesem Jahr daher auch an die Vereine arbeiterkind.de und foodwatch.

Leseraktion Ihrer Zeitung
Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit einer entsprechenden Presseberichterstattung unterstützen. Gern bieten wir Ihnen kostenlose Gutscheine für einen Intelligenztest an, den Sie im Rahmen einer Leseraktion verlosen könnten. Hierfür steht ein kleines Kontingent an Gutscheinen zur Verfügung.

Oder möchten Sie Ihre Leserinnen und Leser vielleicht mit kleinen Mensa-Rätseln oder einem Schnupper-IQ-Test überraschen? Interviewtermine mit einem Mitglied des Vorstands oder einem Mensa-Mitglied in Ihrer Nähe vermitteln wir gern. Sprechen Sie uns an.

 

Thomas Plonsker
stv. Vorsitzender Mensa in Deutschland e. V. (MinD)


 

Weitere Informationen zu Mensa gibt es unter mensa.de/presse, Direkt-Kontakt: presse@mensa.de

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

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