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03.04.2018 Von: Presseteam

Hochbegabte ehren Impulsgeber

Aachen – Mensa in Deutschland e.V., der Verein für hochbegabte Menschen, verleiht am Samstag, dem 14. April 2018, um 18 Uhr im Kurhaus Aachen (Klangbrücke) im Rahmen seines Jahrestreffens den Deutschen IQ-Preis 2018 in drei Kategorien. Mit dieser Auszeichnung würdigt der 14.000 Mitglieder zählende Verein einmal im Jahr Projekte, die sich besonders um das Thema „Hochbegabung“ in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Vertreter der ausgezeichneten Institutionen werden vor Ort sein und stehen für Interviews zur Verfügung.

Die Mensa-Mitglieder von Mensa in Deutschland e. V. ermitteln durch eine direkte Abstimmung die Gewinner in den einzelnen Kategorien.

Kategorie 1 – Hochbegabtenförderung:

Städtisches Willibrord-Gymnasium Emmerich mit dem Projekt „(Hoch-)Begabtenförderkonzept“

Das (Hoch-)Begabtenförderkonzept des Städtischen Willibrord-Gymnasiums Emmerich hat sich der individuellen Förderung verschrieben. Hierfür wurde die Schule bereits der Landesregierung NRW ausgezeichnet und hat das Gütesiegel "Individuelle Förderung" erhalten.

Das Konzept beinhaltet zunächst eine schülerbezogene Beratung durch Lehrkräfte, die auf das Thema: „(Hoch)Begabung“ spezialisiert sind. In der praktischen Begabtenförderung bietet die Schule eine Breite an Möglichkeiten mit wissenschaftlicher Begleitung, die ihresgleichen sucht: Drehtürmodell, Frühstudium, Projekte, Vorversetzung, doppelte Fremdsprachenwahl, Sprachzertifikate, Wettbewerbe und Akademien, AGs, Austauschprogramme ins Ausland, Unterstützung bei Stipendienbewerbungen und noch einiges mehr gehören zum Programm der Schule. Die Arbeit am Willibrord-Gymnasium zeigt eindrucksvoll, dass (Hoch-)Begabtenförderung als eine Spielart individueller Förderung möglich ist und fair gestaltet werden kann, so dass niemand, der nicht an der (Hoch-)Begabtenförderung teilnimmt, das Gefühl haben muss, ihr oder ihm werde etwas vorenthalten, weil man versucht, allen gleichermaßen gerecht zu werden.

Kategorie 2 – Bildung und Erziehung:

Dr. Farassat Stiftung mit dem Projekt „Förderung von Under-Achievern“

Ziel der Stiftung ist die Förderung von Hochbegabten, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in der Lage sind, ihre Talente im Leben zu zeigen. Die Arbeit dient der Wiedereingliederung in das soziale, gesellschaftliche und berufliche Leben. Durch besondere Förderung und psychologische Betreuung gelingt es, das individuelle Leistungsvermögen der Geförderten zu entfalten. Dabei werden sowohl die Kreativität als auch die besonderen Begabungen und das Selbstwertgefühl gestärkt. Am Ende des Trainings ist der Stipendiat auf das Berufsleben vorbereitet.

Die Laudatio auf der Preisverleihung wird von einem ehemaligen Stipendiaten gehalten, der anhand der eigenen Biographie eindrucksvoll die Wichtigkeit der Stiftungsarbeit schildern wird.

Den Preis wird der Geschäftfsführer der Stiftung Reinhard Foegele entgegennehmen.

Kategorie 3 – Gemeinschaft und Gesellschaft:

Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik (FNK) mit dem Projekt „Grundlagenforschung zur Nachhaltigkeit“

Die Kernaufgabe des 21. Jahrhunderts ist die Erreichung einer dauerhaft und global durchhaltbaren Lebens- und Wirtschaftsweise, also Nachhaltigkeit. Sie wurde in zentralen Handlungsfeldern wie Energie, Klima, Ressourcen oder Ökosystemen bisher im Kern nicht bewältigt. Die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik (FNK) widmet sich einer intensiven Grundlagenforschung zur Nachhaltigkeit.

Ein zentrales Anliegen des Projekts zur Nachhaltigkeit in Energie, Klima, Ressourcen oder Ökosystemen sind überraschende, transdisziplinäre, allein der Qualität verpflichtete, gedanklich unabhängige und zuweilen auch unbequeme Analysen und Lösungsansätze jenseits gängiger Muster. Damit zieht die FNK zugunsten wissenschaftlicher Unabhängigkeit bewusst eine Grenze zu anderen Instituten, die zum Teil abhängig sind von Regierungen oder Großunternehmen und deshalb nicht selten Mainstream-Konzepten und euphemistischen Perspektiven Raum geben. Wesentlich ist für das FNK-Projekt die Perspektive der Nachhaltigkeitshumanwissenschaften, also etwa die Verknüpfung der Klimaschutzrechts-Instrumentenanalyse mit der ethischen und menschenrechtlichen Theorie der Gerechtigkeit, aber auch mit soziologischen und ökonomischen – und manchmal auch historischen oder religionswissenschaftlichen – Ansätzen. Die FNK interessiert sich besonders für komplexe interdisziplinäre Ansätze, welche erklären, wieso der Nachhaltigkeitsgedanke bisher nur mangelhaft praktisch durchgesetzt wurde, sowie für Konzepte, die konkret Abhilfe versprechen. Herr Prof. Dr. Felix Ekardt, Gründer und Leiter der FNK, wird den Preis persönlich entgegennehmen.

Einladung zur IQ-Preis-Verleihung

Die feierliche Preisverleihung findet am 14. April 2018 um 18 Uhr statt in der Klangbrücke, Kurhausstraße 2, 52062 Aachen. Die Preise werden vom Mensa-Vorstand überreicht. MedienvertreterInnen sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten unter presse@mensa.de. Gerne organisieren wir Interview- oder Foto-Termine. Das Organisationsteam vor Ort steht Ihnen ab dem 11. April 2018 auch telefonisch zur Verfügung (Gerlinde Schwab, Tel. 0170-4982622).  

Ab 17 Uhr stehen die Preisträger für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

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