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14.05.2018 Von: Presseteam

Mensa-Spielepreis 2018

Bereits zum zehnten Mal stimmen 2018 die Mitglieder der Hochbegabten-Vereinigung Mensa in Deutschland (MinD) über ihren Spielepreis ab.

Nominiert ist in der Kategorie 'Spiele mit kurzer Dauer und kurzem Regelwerk' ein buntes Potpourri an Titeln. Zum einen finden sich zwei Spiele auf der Liste, für die Mensaner bekannt sind, die für andere Spieler vielleicht eher wie Arbeit anmuten: zum einen "Deja-Vu" (Amigo), bei dem man sich über drei Runden erinnern muss, welche der sich sehr stark ähnelnden Gegenstände man in just dieser Runde bereits gesehen hat. Die Schlaufuchs-Variante bei "Eye Catch" (Game Factory) ist ein gesteigertes Memory nach Farben und Tieren. Bei "Numbr9" (Abacus Spiele) müssen Zahlenplättchen möglichst punkteträchtig gestapelt werden, wobei jeder Spieler die Zahlen in der gleichen Reihenfolge anlegt, die Türme aber hinterher trotzdem völlig verschieden aussehen. Letztes Jahr für den Preis 'Spiel des Jahres' nomiert war "Magic Maze" (Pegasus), dieses Jahr findet sich das 100% interaktive Echtzeit-Abenteuer bei den Mensanern auf der Nominiertenliste. Dass nicht nur der aktuelle Jahrgang herangezogen wird, beweist auch das Auftauchen von "Blockers!" (Eagle Gryphon Games). Wie auf der Website <https://spielepreis.mensa.de/philosophie.html> beschrieben gilt bei Mensa die Philosophie 'Spiele brauchen Zeit' und damit ist auch die Zeit gemeint, die benötigt wird, um auf ein Spiel aufmerksam zu werden. Eine ganz aktuelle Neuerscheinung ist dafür "Azul" (Plan B), bei dem die Spieler dem portugiesischen König seinen Palast mit schmuckvollen Fliesen dekorieren sollen.

 

Auf der Liste der Nominierten in der Kategorie 'komplexe Spiele' ist "Altiplano" (dlp Games) vertreten. Vorletztes Mal hatte "Orléans" gewonnen, das spieltechnisch einige Gemeinsamkeiten mit dem Alltagsleben auf der Anden-Hochebene aufweist. Doppelte Freude in Herzogenrath, denn auch "Yokohama" (dlp Games) ist nominiert. Neben Reiner Stockhausen finden sich weitere bereits ausgezeichnete Autoren im Wettbewerb. Inga und Markus Brand haben die Nominierungsjurys erneut überzeugt und so findet sich deren aktuelles Werk "Rajas Of The Ganges" (Huch! & Friends) auf der Liste. Auch Helge Ostertag und Jens Drögemüller haben einen denkwürdigen Tag in der Marburger Spielebrücke hinter sich als sie Anfang 2015 für "Terra Mystica" ausgezeichnet wurden. Jetzt hoffen sie auf eine Wiederholung mit dem hochkomplexen "Gaia Project" (Feuerland). Aus Italien stammt "Lorenzo, der Prächtige" (Cranio), ein ebenso zufallsarmes Strategiespiel, das im mittelalterlichen Florenz angesiedelt ist. Komplettiert wird die Liste mit einem ehemaligen Kickstarter-Projekt, jetzt im Eigenverlag: "Clans Of Caledonia" (Karma Games) von Juma Al-JouJou.

 

Zum Jubiläum gibt es ausnahmsweise eine eigene Kategorie für 2 Personen-Spiele. Darunter findet sich wieder ein Spiel aus der Holzmanufaktur Gerhards: "Urbino" von "Mixtour"-Preisträger Dieter Stein, bei der man Mehrheitenwertungen in Stadtvierteln gewinnen muss. Auch Schachfans kommen auf ihre Kosten mit "Colour Chess / Farben-Schach" (DogEared Games), einer wortwörtlich bunten Variante des Klassikers. Eine 4 Gewinnt-Variante stellt "Brix" (Pegasus) dar - und das in drei Schwierigkeitsstufen. Ferner im Rennen ist das neueste Werk (diesmal wirklich das Letzte?) aus der GIPF-Reihe von Kris Burm: "Lyngk" (Huch! & Friends). Bei "Eynsteyn" (Spieltrieb) muss man zwei Seiten durch Linien auf zu legenden Plättchen verbinden, kann zwischendurch aber auch in die Höhe bauen. Und "Nonaga" (Steffen-Spiele) kommt simpel daher, aber stellt die Spieler vor eine große Herausforderung, auf dem sich ständig ändernden Spielfeld seine 3 Figuren auf benachbarte Felder zu platzieren.

 

Abgestimmt wird bis Ende des Jahres online und auf vielen lokalen Mensa-Spieleveranstaltungen quer durch Deutschland, auf denen auch der ein oder andere nominierte Autor zu Gast sein wird. Nähere Infos auf <https://spielepreis.mensa.de/>.

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