Der Deutsche IQ-Preis

Seit 2004 vergibt Mensa in Deutschland e.V. jährlich den Deutschen IQ-Preis. Dieser Ehrenpreis würdigt Personen und Institutionen, die sich in besonderem Maße in Deutschland mit einer intelligenten Idee  um das Wohl der Allgemeinheit, um die Förderung oder Erforschung der menschlichen Intelligenz oder um die positive Wahrnehmung von Intelligenz in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Seit 2011 wird der Preis in mehreren Kategorien verliehen.

Hochbegabte ehren Impulsgeber

Mensa übergibt Deutschen IQ-Preis am 14. April 2018 in Aachen

Aachen – Mensa in Deutschland e.V., der Verein für hochbegabte Menschen, verleiht am Samstag, dem 14. April 2018, um 18 Uhr im Kurhaus Aachen (Klangbrücke) im Rahmen seines Jahrestreffens den Deutschen IQ-Preis 2018 in drei Kategorien. Mit dieser Auszeichnung würdigt der 14.000 Mitglieder zählende Verein einmal im Jahr Projekte, die sich besonders um das Thema „Hochbegabung“ in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Vertreter der ausgezeichneten Institutionen werden vor Ort sein und stehen für Interviews zur Verfügung.

Die Mensa-Mitglieder von Mensa in Deutschland e. V. ermitteln durch eine direkte Abstimmung die Gewinner in den einzelnen Kategorien.

Kategorie 1 – Hochbegabtenförderung:

Städtisches Willibrord-Gymnasium Emmerich mit dem Projekt „(Hoch-)Begabtenförderkonzept“

Das (Hoch-)Begabtenförderkonzept des Städtischen Willibrord-Gymnasiums Emmerich hat sich der individuellen Förderung verschrieben. Hierfür wurde die Schule bereits der Landesregierung NRW ausgezeichnet und hat das Gütesiegel "Individuelle Förderung" erhalten.

Das Konzept beinhaltet zunächst eine schülerbezogene Beratung durch Lehrkräfte, die auf das Thema: „(Hoch)Begabung“ spezialisiert sind. In der praktischen Begabtenförderung bietet die Schule eine Breite an Möglichkeiten mit wissenschaftlicher Begleitung, die ihresgleichen sucht: Drehtürmodell, Frühstudium, Projekte, Vorversetzung, doppelte Fremdsprachenwahl, Sprachzertifikate, Wettbewerbe und Akademien, AGs, Austauschprogramme ins Ausland, Unterstützung bei Stipendienbewerbungen und noch einiges mehr gehören zum Programm der Schule. Die Arbeit am Willibrord-Gymnasium zeigt eindrucksvoll, dass (Hoch-)Begabtenförderung als eine Spielart individueller Förderung möglich ist und fair gestaltet werden kann, so dass niemand, der nicht an der (Hoch-)Begabtenförderung teilnimmt, das Gefühl haben muss, ihr oder ihm werde etwas vorenthalten, weil man versucht, allen gleichermaßen gerecht zu werden.

Kategorie 2 – Bildung und Erziehung:

Dr. Farassat Stiftung mit dem Projekt „Förderung von Under-Achievern“

Ziel der Stiftung ist die Förderung von Hochbegabten, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in der Lage sind, ihre Talente im Leben zu zeigen. Die Arbeit dient der Wiedereingliederung in das soziale, gesellschaftliche und berufliche Leben. Durch besondere Förderung und psychologische Betreuung gelingt es, das individuelle Leistungsvermögen der Geförderten zu entfalten. Dabei werden sowohl die Kreativität als auch die besonderen Begabungen und das Selbstwertgefühl gestärkt. Am Ende des Trainings ist der Stipendiat auf das Berufsleben vorbereitet.

Die Laudatio auf der Preisverleihung wird von einem ehemaligen Stipendiaten gehalten, der anhand der eigenen Biographie eindrucksvoll die Wichtigkeit der Stiftungsarbeit schildern wird.

Den Preis wird der Geschäftfsführer der Stiftung Reinhard Foegele entgegennehmen.

Kategorie 3 – Gemeinschaft und Gesellschaft:

Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik (FNK) mit dem Projekt „Grundlagenforschung zur Nachhaltigkeit“

Die Kernaufgabe des 21. Jahrhunderts ist die Erreichung einer dauerhaft und global durchhaltbaren Lebens- und Wirtschaftsweise, also Nachhaltigkeit. Sie wurde in zentralen Handlungsfeldern wie Energie, Klima, Ressourcen oder Ökosystemen bisher im Kern nicht bewältigt. Die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik (FNK) widmet sich einer intensiven Grundlagenforschung zur Nachhaltigkeit.

Ein zentrales Anliegen des Projekts zur Nachhaltigkeit in Energie, Klima, Ressourcen oder Ökosystemen sind überraschende, transdisziplinäre, allein der Qualität verpflichtete, gedanklich unabhängige und zuweilen auch unbequeme Analysen und Lösungsansätze jenseits gängiger Muster. Damit zieht die FNK zugunsten wissenschaftlicher Unabhängigkeit bewusst eine Grenze zu anderen Instituten, die zum Teil abhängig sind von Regierungen oder Großunternehmen und deshalb nicht selten Mainstream-Konzepten und euphemistischen Perspektiven Raum geben. Wesentlich ist für das FNK-Projekt die Perspektive der Nachhaltigkeitshumanwissenschaften, also etwa die Verknüpfung der Klimaschutzrechts-Instrumentenanalyse mit der ethischen und menschenrechtlichen Theorie der Gerechtigkeit, aber auch mit soziologischen und ökonomischen – und manchmal auch historischen oder religionswissenschaftlichen – Ansätzen. Die FNK interessiert sich besonders für komplexe interdisziplinäre Ansätze, welche erklären, wieso der Nachhaltigkeitsgedanke bisher nur mangelhaft praktisch durchgesetzt wurde, sowie für Konzepte, die konkret Abhilfe versprechen.

Einladung zur IQ-Preis-Verleihung

Die feierliche Preisverleihung findet am 14. April 2018 um 18 Uhr statt in der Klangbrücke, Kurhausstraße 2, 52062 Aachen. Die Preise werden vom Mensa-Vorstand überreicht. MedienvertreterInnen sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten unter presse@(Wenn Sie diesen Text sehen können, aktualisieren Sie bitte Ihren Browser.)mensa.de. Gerne organisieren wir Interview- oder Foto-Termine. Das Organisationsteam vor Ort steht Ihnen ab dem 11. April 2018 auch telefonisch zur Verfügung (Gerlinde Schwab, Tel. 0170-4982622).  

Ab 17 Uhr stehen die Preisträger für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Bisherige Preisträger

2017

Kategorie „Erziehung und Bildung“:

In der Kategorie „Erziehung und Bildung“ wählten die Mitglieder von Mensa das Projekt "Science-Lab e.V."

Science-Lab e.V. ist eine unabhängige Bildungseinrichtung mit dem Ziel, Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, Eltern und Pädagogen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Leidenschaftlich engagierte Kursleiterinnen und Kursleiter haben seit 2002 mit mehr als 60.000 Kindern und über 15.000 Pädagogen geforscht. Science-Lab begleitet und unterstützen Kinder auf ihrem Weg, Antworten auf ihre Fragen aus Natur, Technik und Umwelt zu finden.

 

Kategorie „Gemeinschaft und Gesellschaft“

In der Kategorie „Gemeinschaft und Gesellschaft“ hatte das Projekt „EinDollarBrille e. V.“ die Nase vorn, und zwar mit einem gewaltigen Vorsprung mit mehr als doppelt so vielen Stimmen wir das zweitplatzierte Projekt.

Die EinDollarBrille ist eine für die Bevölkerung der ärmsten Länder konstruierte, dort herstellbare und für die dort lebenden Menschen erschwingliche Brille. Laut einer Studie der WHO bräuchten mehr als 150 Mio. Menschen eine Brille, können sich aber keine leisten. Die Folge: Diese Menschen können nicht arbeiten und nichts lernen.

Die vom Verein ausgebildeten Hersteller und Optiker können aus dem Verkauf der Brillen sich und ihre Familien ernähren.

2015

Kategorie „Intelligenz zum Wohle der Allgemeinheit nutzen“:

In dieser Kategorie fiel die Entscheidung der Mensa-Mitglieder auf foodsharing.de, weil dieser Verein durch seine kritischen und teils überraschenden Aktionen die breite Öffentlichkeit dazu anregt, die Nutzung von Lebensmitteln und deren Verschwendung zu hinterfragen. Seit vielen Jahren bewahren die Lebensmittelretter von foodsharing.de nicht verkäufliche, aber noch genießbare Lebensmittel vor der Mülltonne. Aus den Anfängen des „containerns“ wurde eine Organisation die selbst den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen tagtäglich vorlebt und fördert. Mensa würdigt durch sein Mitgliedervotum die Arbeit von foodsharing.de und wünscht für die Zukunft viel Erfolg bei der Schaffung eines ressourcenbewussten Gesellschaft.

 

Kategorie „Intelligente Vermittlung von Wissen“:

Hier entschieden sich die Mensaner mehrheitlich für Dr. Daniele Ganser, weil er durch seine kritischen und teils kontroversen Veröffentlichungen die breite Öffentlichkeit dazu anregt, die Welt um sich herum zu hinterfragen. Ganser, geboren 1972, ist ein Schweizer Historiker und Friedensforscher, zudem Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Basel. Mensa würdigte die Arbeit von Daniele Ganser als Publizist und kritischer Mahner.

 

Kategorie „Hochbegabung in der Öffentlichkeit“

In dieser Kategorie wurde die Initiative „ArbeiterKind“ mit dem Deutschen IQ-Preis ausgezeichnet, weil diese – wie Mensa selbst – das Wohl der Allgemeinheit fördert und den Zugang zu Bildung und Studium für alle unterstützt.

ArbeiterKind ist eine gemeinnützige Initiative mit mittlerweile bundesweit mehr als 6.000 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren in 75 lokalen Gruppen, die Schülerinnen und Schüler aus Familien, in denen noch niemand oder kaum jemand studiert hat, zum Studium ermutigt und sie vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss unterstützt. In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen.

2014: Ministerialrat Walter Diehl

Walter Diehl engagiert sich seit mehr als 15 Jahren für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher im hessischen Schulwesen und kann damit nach Auffassung der Mensa-Sprecher als Vorbild dienen – als Vorbild für Pädagogen und Entscheidungsträger im Bildungsbetrieb, die nicht dem Vorurteil anhängen, Hochbegabten falle doch ohnehin alles in den Schoß, deshalb bräuchten sie keine Förderung. Walter Diehl gehört zu den Fachleuten, die für eine andere Sicht der Dinge stehen, die auch aus praktischer Anschauung wissen, dass Hochbegabte schnell zu Außenseitern im Schulalltag werden, weil sie Kommunikationsbarrieren zu Altersgenossen, oft auch zu Lehrern ohne Hilfe nicht überwinden können. Die Folgen reichen von verspielten Chancen auf die angestrebten Abschlüsse bis zu schweren Identitätskrisen.

Aus diesem Grund freuen wir uns, ihm in diesem Jahr den IQ-Preis in der Kategorie Bildung und Wissenschaft zu verleihen.

2013: auticon GmbH

Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen mit einem autistischen Sohn hat Dirk Müller-Remus auticon gegründet, das erste deutsche Unternehmen, in dem ausschließlich Autisten als IT- und Softwareberater arbeiten. Unter den ersten sechs Consultants, die 2012 eingestellt wurden, waren mindestens drei Hochbegabte. So hat Dirk Müller-Remus für (hochbegabte) Autisten einen neuen Arbeitsmarkt geschaffen. Damit hat er sowohl die Lebenszufriedenheit der Autisten erhöht als auch einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen generiert.

Zusätzlich zur Integration von Hochbegabten und Autisten in die Arbeitswelt hat Dirk Müller-Remus dazu beigetragen, das Bild von Autisten als Menschen mit vermeintlichen Schwächen durch eine positive Sicht zu ändern, die ihre Stärken und hohen Begabungen betont. So hat er auch wesentlich dazu beigetragen, die Wahrnehmung von Intelligenz in der Öffentlichkeit zu verbessern.

2012: Dr. Eckart von Hirschhausen sowie Florian Freistetter (ScienceBlogs) und Prof. Dr. med. Franz Porzsolt (Klinische Ökonomik)

Der Deutsche IQ-Preis in der Kategorie Kultur/Medien geht 2012 an Dr. Eckart von Hirsch-hausen. Seine Spezialität: medizinische Inhalte in humorvoller Art und Weise zu vermitteln, gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften. Eckart von Hirschhausen ist nicht nur Arzt, Komiker und Sachbuchautor (unter anderem „Glück kommt selten allein“ und „Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist?“), sondern moderiert auch in der ARD die Wissensshows „Frag doch mal die Maus“ und „Das fantastische Quiz des Menschen“. 

In der Kategorie Wissenschaft/Innovation werden in diesem Jahr Florian Freistetter (ScienceBlogs) und Prof. Dr. med. Franz Porzsolt (Klinische Ökonomik) ausgezeichnet. 

2011: Dr.-Ing. Siegfried Rotthäuser (Heatball) und Richard David Precht, Autor

Der Deutsche IQ-Preis in der Kategorie Wissenschaft/Innovation geht in diesem Jahr an Dr.-Ing. Sieg­fried Rotthäuser für seine politische Satire-Aktion „Heatball“. Mit dem Verkauf der vorgeblichen Heizelemente, die bis vor kurzem als Glühlampen im Handel frei erhältlich waren, umgingen Rotthäuser und seine Mitstreiter mit Intelligenz und Witz eine Verordnung, die nicht nur unter Wissenschaftlern umstritten ist, sondern auch von vielen Bürgern als bevormundend empfunden wird.

In der Kategorie Kultur/Medien wird der Autor Richard David Precht für sein Buch "Die Kunst, kein Egoist zu sein" ausgezeichnet. Precht verbindet in dem Werk auf intelligente Weise die im evolutionären Erbe des Menschen begründete Moral mit den Problemen der menschlichen Gesellschaften.

2010: „Spektrum der Wissenschaft“, Zeitschrift

„Spektrum der Wissenschaft“ ist die seit 1978 monatlich erscheinende deutschsprachige Ausgabe der amerikanischen populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Scientific American“. Sie erscheint in der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH in Heidelberg. Die Zeitschrift behandelt aktuelle Themen aus Wissenschaft und Forschung auf – auch für den interessierten Laien – verständlichem Niveau. Die Kerngebiete sind dabei Archäologie, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Medizin, Physik, Psychologie und Technik. Über die monatlichen Ausgaben hinaus erscheinen in unregelmäßigen Abständen Sonderhefte, die sich mit einem bestimmten Schwerpunkt befassen. Im Gegensatz zu anderen populärwissenschaftlichen Publikationen schreiben meist Forscher – oft genau diejenigen, die die entsprechenden Forschungen betreiben – selbst über das entsprechende Thema. Auch Nobelpreisträger waren bereits mehrfach Autoren.

2009: Prof. Harald Lesch, Physiker und Welt-Erklärer

Der Physiker Prof. Dr. Harald Lesch hat es über das gewöhnlich allzu flache Medium Fernsehen in den letzten Jahren immer wieder geschafft, wichtige naturwissenschaftliche Zusammenhänge auf eine lockere, völlig unaufgeregte Weise an die Zuschauer zu bringen. Mehr als beeindruckend ist sein fast schon spartanischer Präsentationsstil (der mit einer mit Kreide zu beschriftenden Wandtafel (!) und mit Gesten auskommt). Er steht damit in der Tradition eines Heinz Haber oder Hoimar von Ditfurth. Prof. Dr. Harald Lesch scheut sich nicht, in verschiedenen Sendungen (vom Bildungskanal BR Alpha bis SciFi-Kanal Premiere) auch auf Abwege zu gehen und z. B. über die physikalische Glaubwürdigkeit bei „Star Trek“ zu sprechen. Er kennt keine Berührungsängste, wenn er mit dem Philosophen Wilhelm Vossenkuhl in einem italienischen Restaurant diskutiert oder mit einem katholischen Theologen in einer Antikensammlung oder im Ruderboot bei einer Seepartie. Seit September 2008 ist er offizieller Nachfolger von Joachim Bublath als Moderator des Wissenschaftsmagazins „Abenteuer Forschung“.

2008: Dieter Nuhr, Comedian und Philosoph

Der Comedian und Philosoph und philosophische Comedian Dieter Nuhr befindet sich bereits seit einigen Jahren auf der Suche nach intelligentem Leben. Bis ans Ende der Erdscheibe ist Dieter Nuhr hierfür gereist, nach Birma, Rarotonga, ja sogar bis nach Österreich. Seine Entdeckungen und Erfahrungen hat er in streng wissenschaftlicher Form in seinem Buch „Gibt es intelligentes Leben?” publiziert und vielfach auf Bühnen und im Fernsehen vorgetragen.

Dieter Nuhr hat es damit geschafft, dass sich große Teile der Bevölkerung mit (eigener) Intelligenz beziehungsweise dem Nichtvorhandensein selbiger bei Mitmenschen auseinandersetzen. „Dieter Nuhr beweist, dass Komik und Intelligenz sich nicht ausschließen.” (Berliner Morgenpost) Dieses Zitat liefert die perfekte Begründung für die Nominierung von Dieter Nuhr für den IQ-Preis. Viele Mitmenschen dachten bei Hochbegabung bisher nur an den unbeliebten Klassenstreber, den keiner mochte.

Dieter Nuhr zeigt der Öffentlichkeit, dass man Intelligenz nicht verstecken muss, sondern vielmehr darauf stolz sein kann. Hochintelligent zu sein ist in. Dazu hat Dieter Nuhr beigetragen.

2007: Ranga Yogeshwar, Diplom-Physiker und Moderator

Für seine Wissenschaftssendungen „Quarks & Co” (WDR) und „W wie Wissen” (ARD) erhielt der Moderator Ranga Yogeshwar den Deutschen IQ-Preis 2007. „Interessant, lehrreich, dabei auch immer gut verständlich” vermittelt Yogeshwar einem breiten Publikum Wissenschaftsthemen. In seinen Sendungen behandelt Yogeshwar schwierige und komplexe Themen wie Autismus oder den globalen Klimawandel. Aber auch Fragen des Alltags, etwa zur Haltbarkeit von Spinnennetzen oder zur perfekten „Arschbombe”, kommen dabei nicht zu kurz. Damit zeigt Yogeshwar, dass „Wissen Spaß machen” kann und Wissenschaft auch im Alltag ihren Platz hat. Gerade junge Menschen finden durch Yogeshwars gelungene Moderation und Themenwahl leichten Zugang zu Wissensthemen.

2006: „Die Sendung mit der Maus”

Die „Sendung mit der Maus” wurde nominiert für ihre seit vielen Jahren erfolgreiche Art, die kleinen und großen Dinge des Lebens für Kinder und (!) Erwachsene verständlich, unterhaltsam und humorvoll zu erklären.

Gerade hochbegabten Kindern bieten die Sachgeschichten ersehnte Anregungen. Oft wird sogar bis weit in das Erwachsenenalter hinein (nicht nur als Elternteil) die Sendung eingeschaltet. „Die Maus” darf man alles fragen, und jede Frage wird ernst genommen.  

Damit hat sich die Sendung auch bei den Hochbegabten eine große Fan-Gemeinde geschaffen und gezeigt, wie unterhaltsam und spannend Wissen sein kann.

2005: Günther Jauch, Showmaster und Journalist

Der Deutsche IQ-Preis 2005 ging an den TV-Journalisten und Moderator Günther Jauch. Jauch wird damit für seine Sendung „Der große IQ-Test” (RTL) geehrt, in der er für einen ungezwungenen Umgang mit Intelligenz, Wissen und Hochbegabung wirbt.

Mit seiner Show hat Jauch es geschafft, dem Thema Intelligenz eine hohe Aufmerksamkeit in breiten Bevölkerungsschichten zu verschaffen und eine offene Diskussion hierüber anzustoßen. Der große IQ-Test (wie auch die seit Jahren erfolgreiche Quiz-Show „Wer wird Millionär?”) betonen den Spaß an der Intelligenz und am intellektuellen Wettstreit miteinander.

Hierzu trägt auch Günther Jauchs offene und ungezwungene Art bei, in der er dieses Themen ohne erhobenen Zeigefinger oder einseitige Effekthascherei darstellt. Hiermit hat Günther Jauch es geschafft, dass sich viele Menschen mit ihrer Intelligenz beschäftigen, ihre Potenziale besser nutzen und sich auch mit den Problemen, die ein hoher IQ mit sich bringen kann, auseinandersetzen.

2004: Prof. Albrecht Beutelspacher, Mathematiker

2004 ging der erste Deutsche IQ-Preis an den Gießener Professor Albrecht Beutelspacher. Das von ihm begründete Mathematikum, das erste Mathematik-Museum der Welt, schafft für Jung und Alt einen spannenden und originellen Zugang zur Mathematik. Über 180.000 Besucher konnte das Mathematikum in den ersten anderthalb Jahren seit seiner Eröffnung im November 2002 verzeichnen.