Die steigende Popularität von selbstfahrenden Autos hat in den letzten Jahren zur Kreation eines neuen Forschungszweigs geführt: Autonomer Motorsport. In diesem Gebiet entwickeln Forscher*innen Algorithmen und Hardware für Hochleistungs-Rennfahrzeuge, die autonom am Rande der Fahrzeuggrenzen bei hohen Geschwindigkeiten und hohen Beschleunigungen operieren.
Dieser Vortrag wird sich auf die Forschungsergebnisse des TUM Autonomous Motorsport Teams und die individuellen Erkenntnisse aus der Teilnahme an der „Indy Autonomous Challenge" konzentrieren. Der Vortrag wird die Algorithmen zeigen, die entwickelt wurden um vollautonom auf der Rennstrecke operieren zu können. Dabei sollen vor allem Dingen Herausforderungen für den Übertrag auf den autonomen Straßenverkehr aufgezeigt werden.
Kurzvita
Johannes Betz studierte an der Hochschule Coburg (B. Eng., 2013) und an der Universität Bayreuth (M. Sc., 2013) Fahrzeugtechnik mit Schwerpunkt auf elektrische Antriebsysteme und Softwareentwicklung. Von 2013 bis 2018 war Johannes wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München wo er 2019 zum Thema “Evaluation einer intelligenten Flottendisposition für gemischte Fahrzeugflotten“ zum Dr.-Ing promoviert wurde. Von 2018-2020 war er Postdoc am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM wo er das TUM Autonomous Motorsport Team gegründet hat, welches erfolgreich an den autonomen Rennsportserien Roborace und Indy Autonomous Challenge teilgenommen hat. Von 2020 bis 2022 war er Postdoc an der University of Pennsylvania, USA, wo er im xLab for Safe Autonomous Systems arbeitete. 2023 wurde er von Rudolf Mößbauer als Professor an der Technischen Universität München berufen wo er als Teil des Department of Mobility Systems die Professur Autonome Fahrzeugsysteme inne hat.