In diesem Vortrag werde ich anhand von aktuellen Beispielen aus der Forschung zeigen, in welchen Fällen man KI in intelligenten Systemen gut einsetzen kann – und in welchen Fällen sie unter Umständen nicht die beste Lösung darstellt. Konkret werde ich zum Beispiel darauf eingehen, wie man versucht Robotern Elemente des Riechens beizubringen, wie Roboter auch bei stark eingeschränkter Sicht sicher navigieren können, wie man Roboter für Gespräche mit Menschen fit machen will und dabei die Blickrichtung der Gesprächspartner nicht aus dem Blick verlieren sollte, wie Computer erkennen können welche Probleme ein Kind in Mathe hat, und wie ein handelsübliches Mobiltelefon Fahrprüfungen durchführt. Zum Abschluss will ich noch auf den Unterschied zwischen "digitaler" und "verkörperter KI" eingehen und erläutern, was ein RoboGym ist.
Kurzvita
Prof. Dr. Achim J. Lilienthal ist Universitätsprofessor an der TU München, Leiter des Lehrstuhls "Perception for Intelligent Systems", stellvertretender Direktor des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI), sowie Leiter der "KI.Fabrik" im Deutschen Museum in München. Seine Forschung beschäftigt sich mit intelligenten Wahrnehmungssystemen für reale, dynamische Umgebungen, wobei typischerweise Künstliche Intelligenz und Domänenwissen kombiniert werden. Schwerpunkte sind insbesondere die Wahrnehmung für intelligente mobile Roboter, intelligente robotische Olfaktion, räumliche Mensch-Roboter-Interaktion sowie Eye-Tracking- und KI-basierte Entscheidungsunterstützungssysteme.
Prof. Lilienthal erwarb seinen M.Sc.-Abschluss in Physik an der Universität Konstanz (mit einer experimentellen Studie zur Struktur geladener C60-Cluster mittels Gasphasen-Ionenchromatographie), und promovierte an der Universität Tübingen mit einer Dissertation über gas-sensitive mobile Roboter.